PostHeaderIcon Höhepunkte - Zirkus Tasifan (2015)

    zirkus

    Im „Wasserwirbel" des Projektzirkus Tasifan vom 01.06.2015 bis 06.06.2015 an der Grundschule Mittelherwigsdorf


    Anfang Juni schien in der Grundschule Mittelherwigsdorf auf einmal die Welt auf dem Kopf zu stehen. Klassenzimmer blieben entweder leer oder waren komplett umgeräumt und mit Bodenfilz ausgelegt. Die Anlaufbahn der Sprunggrube auf dem Sportplatz war von Fahrzeugen versperrt und nicht einen Sportlehrer schien das zu stören. Schüler wurden mit kleinen Bällen, Brettern oder zwei mit einer Schnur verbundenen Stöcken gesichtet. Auf den Fluren begegnete man schon mal einem Kind mit einer Gumminase. Und nicht zuletzt konnte man, wenn man genau hinhörte, auf dem ganzen Gelände immer jemanden hören, der leise und mit ernster Miene „Blubbadi Blubb" zu singen schien. Diese Beobachtungen ließen nur noch eine mögliche Schlussfolgerung zu: Der Projektzirkus Tasifan war an die Grundschule gekommen.
    Genau genommen, hätte ein außenstehender Beobachter bereits Anfang des Schuljahres stutzig werden können, als die Kinder erzählten, sie hätten zum Sporttag jongliert und sich als Clowns ausprobiert. Am 29.09.2014 wurde dieser Tag genutzt, um die Schüler einmal in möglichst viele Zirkusdisziplinen schnuppern zu lassen. Eine Woche bevor Tasifan auf das Schulgelände kam, wurde sich dann weiter mit dem Thema Zirkus beschäftigt. Fragen, wie: „Wie entstand der Zirkus?" und „Was passiert mit den Zirkustieren im Winter?" wurden mit Feuereifer nachgegangen. Jedes Kind hatte sich Ende der Woche für eine zirzensische Disziplin (Akrobatik, Balance auf der Kugel, ...) entschieden und wartete ganz gespannt auf den 01. Juni an dem es nun endlich los gehen sollte.
    Insgesamt gab es 12 Workshops (Arbeitsgruppen), welche die gesamte Woche fieberhaft an ihren Beiträgen für die großen Aufführungen am Freitag und Samstag probten. In der Clownerie wurden die Kinder nicht müde sich immer neue Streiche auszudenken und diese in kleinen Theaterstücken umzusetzen. Menschliche Pyramiden wurden von der Akrobatik-Gruppe gebaut. Im Rola-Bola Workshop balancierten die Kinder auf einem Brett, welches auf nur eine Rolle gelegt wurde. Schnell stellten die Schüler fest, dass dies schwerer war, als ursprünglich angenommen. Tücher, Stöcke und Bälle flogen im Workshop Jonglage unermüdlich durch die Luft, auf den Boden und wieder durch die Luft. Bei der nächsten Gruppe wurde das Diabolo kräftig in Schwung und bis unter die Turnhallendecke befördert. Schüler in dem Workshop Einrad konnten immer weiter fahren und immer sicherer mit ihrem Gefährt umgehen. In Zusammenarbeit mit dem TraumP. war es für Schüler des Workshops Balance möglich dort das Stehen auf der Kugel und dem Seil zu erlernen. Auch das Zirkuszelt wurde rege genutzt und man konnte die Kinder am Trapez hängen, sitzen oder stehen sehen. Für Schüler, die während den Aufführungen nicht so recht in die Manege wollten, gab es auch verschiedenste Möglichkeiten. Zuerst war da die Zirkuswerkstatt. Hier bauten ein paar Jungs die ganze Woche über sämtliche Technik im Zelt auf und stellten die Kulissen her. Vier Mädels flitzten über das Schulgelände und interviewten die Workshopleiter und Teilnehmer für ihre Zirkuszeitung. In der Werbungsgruppe wurden mit eisernem Ehrgeiz 600 Eintrittskarten mit der Hand gestempelt und Popkorntüten hergestellt. Diese wurden zu den Vorstellungen vom Küchenteam, welches alle Anderen unter der Woche 2 Mal täglich mit kleinen Leckereien versorgte, verkauft.
    Wer nun meint, dass Zirkus doch nichts mit der Schule zu tun hat, irrt gewaltig. Die Schüler konnten sich während dieser Woche nicht nur bei den Angeboten ausprobieren, sondern lernten sehr schnell, dass ein Erfolg nur mit viel Ausdauer, Konzentration und Durchhaltevermögen zu erreichen war. Lehrer und Eltern blieb zu den Vorstellungen nicht selten der Mund offen stehen, denn so hatten die ihre Kinder noch nie gesehen. Alles in allem war die Woche für jeden zu kurz und Schüler, Lehrer wie Eltern hätten gern das Projekt um noch eine Woche verlängert. So wollen wir uns vor allem auch bei allen Helfern und den Sponsoren bedanken, die mit ihrem Engagement und ihren Spenden dieses tolle Projekt überhaupt möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt Petra Butz, der Vorsitzenden unseres Schulfördervereins die sich mit uns schon auf das hoffentlich nächste mal in vier Jahren freut.

    Das Team der GS Mittelherwigsdorf

    zurück